Krankenhaus Reinbek

Alles was Ihr Baby für die Entwicklung braucht, kann es nur über Sie bekommen. An erster Stelle dieses "Wunschzettels" würde wohl Jod und Folsäure stehen. 

Fragen Sie dazu am besten Ihren Facharzt oder Ihren Apotheker.

Jod und Folsäure werden dicht gefolgt von Vitaminen, vor allem von B-Vitaminen, dann von Vitamin C, A und D. An dritter Stelle stehen die Mineralstoffe. Der Bedarf an Eiweiß steigt bis zum vierten Monat von etwa 50 auf 60 g pro Tag an. Eiweiß ist der wichtigste Baustein menschlicher Zellen - zu finden in Milch und Milchprodukten, magerem Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.



Um das Baby optimal mit Eiweiß zu versorgen, sollte mindestens die Hälfte Ihres täglichen Eiweißbedarfs durch pflanzliche Nahrung gedeckt werden.

  • Mineralstoffe & Spurenelemente
    Neben Eiweiß und Vitaminen werden jetzt zusätzlich Mineralstoffe benötigt, wie Magnesium und Kalzium und auch Eisen, welche für die lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge sorgen. Die Plazenta leistet den Stoffwechsel für das Baby nahezu allein - solange nicht alle Organe des Babys selbstständig voll funktionsfähig sind. Deshalb ist gerade auch sie angewiesen auf Mineralstoffe. Sind diese ausreichend vorhanden, kann dies das Wachstum des Babys positiv beeinflussen.
    Näheres zu den Mineralstoffen und Spurenelementen
  • Vitamine
    In der Schwangerschaft benötigen Sie und Ihr Baby eine Reihe von zusätzlichen Vitaminen, die Sie mit der Nahrung zusätzlich abdecken können. Dazu zählt auch Folsäure als Teil des Vitamin B.
    Näheres zu den Vitaminen

 

 

 

Eisen, ein wichtiger Mineralstoff!

Eisen ist für die Bildung der roten Blutkörperchen nötig, die das Hämoglobin enthalten. Es versorgt Sie und Ihr Kind mit Sauerstoff. Ein Großteil des Eisens ist ständig damit beschäftigt, Sauerstoff aus der Lunge in das Blut und in alle Organe, besonders ins Gehirn, zu transportieren. 

Sie geben Ihrem Baby während der Schwangerschaft Eisenreserven für die ersten vier Lebensmonate mit auf den Weg. Denn erst danach kann Ihr Kind selbstständig Eisen bilden. Der Bedarf an Eisen verdoppelt sich in der Schwangerschaft. Besonders wichtig ist er am Ende, wenn das Baby stark wächst. Die richtige Portion Eisen ist also eine optimale Starthilfe für das Leben. Ein Blick in den Mutterpass gibt Auskunft über die Eisenversorgung der Mutter. Entscheidend ist der Hämoglobin-Wert, also der Gehalt an rotem Blutfarbstoff. Ist dieser Wert größer als 12 g%, ist die Eisenversorgung gut. Ist Ihr Wert unter 11 g% wird Ihr Frauenarzt Ihnen eventuell ein Eisen-Präparat verschreiben.




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In welchen Lebensmitteln steckt Eisen überhaupt?
Eisen steckt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln. Doch der Körper kann mit dem tierischen Eisen besser umgehen, das pflanzliche kann nicht so gut verwertet werden. Aus diesem Grund haben Vegetarier oft Probleme mit ihrer Eisenversorgung. Das Vitamin C hilft dem Körper, Eisen besser auszunutzen. Es ist also durchaus sinnvoll, eisenreiches Getreide mit Vitamin C-Lieferanten, zum Beispiel mit etwas Obst oder Obstsaft, zu kombinieren. Deshalb ist der Schuss Zitronensaft im Salatdressing so wichtig, und die Früchte im Müsli haben auch durchaus ihren Sinn. Reich an Eisen sind Hülsenfrüchte, Haferflocken und Fleisch. Viel gutes Eisen liefern auch Aprikosen.



Die Sache mit dem Spinat wurde inzwischen etwas zurechtgerückt. Früher nahm man an, Spinat sei besonders eisenreich. Heute ist klar, Spinat ist ein guter Eisenlieferant, nur nicht ganz in dem Maße wie ursprünglich angenommen. In hundert Gramm stecken ca. 3 - 4 mg Eisen.

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Kalzium – Warum ist Kalzium so wichtig?

Kalzium ist zur Bildung starker Knochen und Zähne, zur Blutgerinnung und zur Muskelarbeit notwendig und schützt gegen hohen Blutdruck. Die Zahnbildung bei Ihrem Baby beginnt schon sehr früh, deshalb ist genügend Kalzium in den ersten Schwangerschaftsmonaten sehr wichtig. Es ist in Milchprodukten, Blattgemüse, Meeresalgen, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Möhrensaft und Nüssen enthalten. 
In der Schwangerschaft ist der Bedarf fast doppelt so hoch. Allerdings vermindern z. B. die in Spinat und Kakao enthaltenen Säuren die Kalziumaufnahme.

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Magnesium - der Alleskönner!

Magnesium ist ein Mineralstoff. Es reguliert über dreihundert Enzyme und ist beteiligt an der Muskelkontraktion.



Es ist also nicht verwunderlich, dass etwa ein Drittel des körpereigenen Magnesiums in den Muskeln steckt. Es unterstützt die Muskulatur indem es dafür sorgt, dass sich die Muskelfasern anspannen und wieder entspannen.
Generell ist der Bedarf an diesem Mineralstoff in der Schwangerschaft nicht wesentlich höher als vorher. Dennoch sollte wegen seiner vielseitigen Funktionen darauf geachtet werden, dass der Körper stets mit ausreichend Magnesium versorgt ist.
Tatsächlich ist es in nennenswertem Umfang nur in wenigen Lebensmitteln vertreten. Weizenkeime oder Sonnenblumenkerne sind zwar gute Lieferanten, spielen in der täglichen Ernährung aber nur eine kleine Rolle. Generell sind Vollkornprodukte den Weißmehlen vorzuziehen, auch Bohnen tragen zur Versorgung bei.
Eine gute Magnesiumquelle sind speziell danach ausgesuchte Mineralwässer. Schauen Sie beim Kauf auf das Etikett: Ein Magnesiumgehalt von 100 mg pro Liter ist zu empfehlen.



Ein Wadenkrampf kann die Auswirkung eines Magnesiummangels sein. Eventuell merken Sie es bereits vorher, wenn es in Händen und Füßen anfängt zu kribbeln. Anzeichen für einen starken Mangel können hingegen Nervosität, Vergesslichkeit und Schwindel sein. Im Extremfall drohen vorzeitige Wehen (um die 30. Woche), weil sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenkrampfen. Genügend Magnesium im Speiseplan schafft Abhilfe. Fragen Sie bei auftretenden Beschwerden auch immer Ihren Arzt!

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Jod - ein wichtiges Spurenelement

Jod benötigt Ihr Körper dringend, denn es ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone verantwortlich. Jod finden wir vor allem in Seefisch. Insbesondere in den Alpenregionen ist ein Jodmangel weit verbreitet. Ein Jodmangel kann bei Ihrem Kind zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führen, in manchen Fällen entwickelt sich daraus auch eine Schilddrüsenunterfunktion. 


Da ein Jodmangel mit resultierender Schilddrüsenunterfunktion die körperliche Entwicklung im Kindesalter entscheidend beeinträchtigt, muss er möglichst rasch behandelt werden. Über die Art der Therapie entscheidet dann der Kinderarzt in Abhängigkeit von den vorliegenden Symptomen und den Blutwerten.

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Vitamine im Überblick

In der nachfolgenden Tabelle zeigen wir Ihnen die wichtigsten Vitamine, deren Funktion, und wie Sie diesen zusätzlichen Bedarf für Sie beide über Ihre Ernährung abdecken können.

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Werden die Vitamine richtig verwertet?

Um die Aufnahme einiger fettlöslicher Vitamine wie A und D zu gewährleisten, sollten Sie bei der Zubereitung immer etwas Butter oder Öl verwenden. Gestalten Sie Ihren Speiseplan abwechslungsreich, um möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe mit einzubeziehen. Allein der zusätzliche Bedarf an Folsäure und Jod kann in den meisten Fällen nicht ausschließlich über die Nahrung zugeführt werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Trinken Sie mehr als sonst. Auf etwa zwei Liter am Tag sollten Sie es dabei schon bringen - am besten mit Mineralwasser, Kräutertees und frisch gepressten Fruchtsäften. 
Denken Sie daran, dass das Baby "schwimmen" muss - zu diesem Zweck muss der Körper viel Wasser einlagern. Darüber hinaus hilft viel Flüssigkeit beim Entgiften.

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Folsäure

Folsäure ist in Schwangerschaft und Stillzeit besonders wichtig. 

Es gehört zur Gruppe der B Vitamine, hilft bei der Zellteilung und ist auch an der Neubildung von Zellen beteiligt - was besonders wichtig für Babys Entwicklung ist. Außerdem unterstützt Folsäure die Blutbildung und fördert die Entwicklung des Gehirns. Durch die Nahrung nehmen wir generell in unseren Breitengraden zu wenig davon auf. Folsäure ist als Nahrungsergänzungsmittel in jeder Apotheke erhältlich. Der Bedarf an diesem Vitamin steigt bei Schwangeren um 200 Mikrogramm täglich - das sind 50 % mehr als vor der Schwangerschaft.



Gute Folsäure-Lieferanten sind: grüner Salat, Tomaten, Kartoffeln, Eier, Fleisch und Vollkornprodukte. Leider wird Folsäure durch Hitze, Licht und Sauerstoff fast vollständig zerstört und unwirksam. Den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft mit der Nahrung aufzunehmen ist geradezu unmöglich. Es ist übrigens ratsam, nicht nur in der Schwangerschaft auf genügend Folsäure zu achten.

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Fisch - ein schuppiger Nährstofflieferant

Regelmäßiger Fischverzehr versorgt Sie auch mit wichtigen ungesättigten Fettsäuren, die besonders die Entwicklung des Gehirns und die Seefähigkeit Ihres Kindes unterstützen.

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