Krankenhaus Reinbek

Patron des Krankenhauses,
Namensfest am 13. Februar

Adolf wurde um 1185 als Sohn des westfälischen Grafen Simon von Tecklenburg geboren. Erzogen wurde er bei den Mönchen des berühmten Klosters Camp am Niederrhein. Das  Beispiel der Zisterzienser übte einen starken Eindruck auf den jungen Grafensohn aus. Er wäre am liebsten selber in den Orden eingetreten und hätte gern als einer der ihren mit den Mönchen gearbeitet. Aber sein Vater widersetzte sich seinem Wunsch, musste sich aber darin fügen, daß der Sohn Theologie studierte und dann die Priesterweihe empfing.

So sehr es auch Adolf zu einem Leben in demütiger Verborgenheit zog, musste er diese Sehnsucht jedoch opfern; es war ihm ein Leben in der Öffentlichkeit bestimmt, seine Talente sollten nicht ungebraucht ruhen. Sehr bald schon nach der Priesterweihe erhielt er eine Domherrnstelle an der Kölner Metropolitankirche und war dort eine Zeit lang Kanonikus. Im Jahre 1216 erging an ihn der Ruf, den Bischofsstuhl von Osnabrück zu besteigen. Er schuf mannigfache kirchenrechtliche Neuerungen während seiner Amtstätigkeit, aber die Werke seines Geistes traten zurück vor den Werken seines Herzens.

Der Bischof entfaltete eine unermüdliche karitative Tätigkeit, sein Haus stand jedem offen, der mit einer Bitte oder einem Anliegen zu ihm kam. Arme und Bedrängte fanden in ihm ihren Helfer und Anwalt, er war ein gütiger Tröster der Kranken, und der Bischof dünkte sich nicht zu hoch, selber in die armseligen Hütten zu gehen, wo die Not und das Leid herrschten, um dort nach dem Rechten zu sehen und Hilfe zu bringen. Am 11. Februar 1224 starb der große Bischof; sein Leichnam wurde in der Domkirche zu Osnabrück beigesetzt. Das Andenken an diesen Mann voll mildtätiger Liebe voll Verständnis für die Nöte der Armen und Kranken, erhielt sich durch alle Jahrhunderte im Volk lebendig. In der kirchlichen Ikonographie wird der heilige Adolf als Bischof vor einem Pestkranken stehend und ihn unter Hinweis auf das Bild des Gekreuzigten tröstend dargestellt.

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